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© Basler Zeitung; 11.01.2008; Seite bazab13
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IWB machen der Cablecom Konkurrenz
Im Gottfried-Keller-Quartier versorgt die IWB-Tochter Bâldata eine Wohngenossenschaft mit Fernsehen
Michael Heim
Die IWB werden zum Kabelnetzunternehmen. Das Angebot ist bisher bescheiden. Bâldata bietet wenig mehr an als die Cablecom mit ihrem analogen Paket – aber günstiger.
Der Name erinnert an die frühere Basler Kabelfernsehgesellschaft Balcab: Als Bâldata tritt der Bereich IT & Telecom der Industriellen Werke Basel ( IWB) seit vergangenem Oktober auf und als Bâldata machen die IWB der Balcab-Nachfolgerin Cablecom nun auch direkt Konkurrenz.
Obwohl die IWB vor zwei Monaten noch dementierten, für Private als Anbieter von Telekom-Leistungen aufzutreten, haben sie gestern ein solches Angebot angekündigt: Mehrere Liegenschaften im Grossbasler Gottfried-Keller-Quartier sollen bis im März mit einem modernen Glasfasernetz erschlossen werden. 300 Haushalte werden so rund 40 Fernseh- und 40 Radiosender empfangen können. Hochauflösendes Fernsehen (HDTV) gibt es vorerst jedoch nicht.
Das Netz liesse mehr zu: Glasfaser bietet eine hohe Bandbreite und damit die Möglichkeit, zahlreiche Fernsehsender parallel zu verbreiten. In direkter Nähe zu den Bâldata-Liegenschaften macht Anbieterin CATV vor, was sich mit grosser Bandbreite realisieren lässt. Im Langen Loh hat sie vergangenes Jahr ebenfalls eine Genossenschaft mit 190 Wohnungen verkabelt. Seither können die Bewohner aus einem Fernsehangebot mit Hunderten von Sendern wählen.
Brachliegende Kapazitäten. Doch die beiden Glasfaser-Projekte unterscheiden sich: Während die CATV auch Internet-Telecom-Dienste anbieten will, sei das bei Bâldata derzeit nicht vorgesehen, sagt Bâldata-Geschäftsführer Iwan Nussbaumer. CATV bereitet die TV-Signale selber auf, die IWB-Tochter hat diese Aufgabe an die Firma Geissmann ausgegliedert.
Das Duo Bâldata/Geissmann hat es vor allem auf Kunden der Cablecom abgesehen. Während diese ihr analoges Grundangebot tendenziell abbaut, will Nussbaumer genau dieses Angebot erhalten. Zu einem Preis, der «leicht unter dem der Konkurrenz» liegt, wie er sagt. Genaue Zahlen nennt er nicht. Die IWB werden 300 000 Franken investieren.
Einen Kostenvorteil hat Bâldata: Im Gegensatz zur Cablecom kann der Basler Staatsanbieter den Lokalsender «Telebasel» verbreiten, ohne sich an dessen Kosten beteiligen zu müssen. |