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© Basler Zeitung; 02.07.2010; Seite bazab24
wirtschaft

Mini-Rochade bei den IWB
Martin Erny stösst neu hinzu und übernimmt die Unternehmensentwicklung

Michael Heim
Die Industriellen Werke lagern den Stromeinkauf in eine eigene Sparte aus. Damit werde die vom Gesetz verlangte Entbündelung vollzogen. Die Unternehmensentwicklung erhält einen neuen Chef.

Und wieder ein neuer Name. Martin Erny nimmt bei den Industriellen Werken Basel (IWB) neu in der Geschäftsleitung Einsitz. Er übernimmt die Sparte Unternehmensentwicklung, die sich um strategische Fragen der Ausrichtung kümmert. Dies geht aus einer Mitteilung der IWB von gestern hervor. Erny trete offiziell auf Anfang August in die IWB ein, sagt IWB-Chef David Thiel. Er werde aber wohl bereits im Juli seinen Job antreten.

Martin Erny ist Ingenieur und war bisher als Berater für die IBM tätig. Der 42-Jährige habe sich dort unter anderem mit Veränderungsprozessen und Effizienzsteigerung befasst, erklärt Thiel. «Zudem bringt er Wissen aus dem Bereich der Konvergenz zwischen Energie und Telekommunikation mit. Das hilft uns.»

Interner Wechsel. Bis anhin wurde die Unternehmensentwicklung von Bernhard Brodbeck geleitet – wenn auch noch nicht sehr lange, denn Brodbeck übernahm die Spartenleitung erst im vergangenen Oktober. Auch er war neu in die IWB eingetreten und war zuvor als Berater tätig gewesen. Der gelernte Maschineningenieur übernimmt nun die neu geschaffene Sparte Beschaffung. Zu dieser gehören nebst der Produktion von Strom und Wasser der Energiehandel und das Beteiligungsportfolio.

Brodbeck habe sich bereits im Rahmen der Unternehmensentwicklung mit dem Auftrag befasst, den Anteil der erneuerbaren Energie zu erhöhen, sagt Thiel. Zudem bringe er aus einer früheren Stelle Erfahrung aus dem Bereich Energiehandel mit.

Die Sparte Beschaffung habe man aus zwei Gründen geschaffen, erklärt Thiel. Einerseits steige die Bedeutung der Energiebeschaffung in den kommenden Jahren. Bis 2013 wollen die IWB jährlich 170 Gigawattstunden erneuerbare Energie zusätzlich produzieren, wofür sie 212 Millionen Franken Eigenkapital einsetzen. Andererseits entspreche man damit den gesetzlichen Vorgaben des Entbündelns, das eine klare Trennung zwischen Netzbetrieb, Vertrieb und Strombeschaffung verlange, sagt Thiel.