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Quelle: Gezetera online
Gezetera online, studentisches Portal der Universität Basel.
Rubrik: Was WirtschftlerInnen meinen. Ökonomische Begriffe
kurz erklärt.
Was WirtschaftlerInnen meinen: "Diskriminierung"
Diskriminierung bedeutet im ökonomischen Sinn das Unterscheiden
von verschiedenen Märkten oder Kundengruppen. Solchen Formen von
Diskriminierung begegnen wir jeden Tag. So bezahlen im Tram die
unter 16jährigen nur die Hälfte und im Theater gibt es Rabatte für
Studenten und Senioren. Und wenn ich in der Migros zwei Liter Milch
aufs Mal kaufe bezahle ich weniger für den Liter, als wenn ich nur
einen halben Liter kaufe würde. Dies sind alles Formen von "Preisdiskriminierung".
Worin der Sinn liegt? Natürlich ist z.B. ein Seniorenrabatt oft
auch eine nette Geste an das Alter, aber der wahre Sinn eines solchen
Rabatts liegt darin, jemanden zu einem Kauf zu bewegen, der ihn
beim normalen Preis nicht tätigen würde. Das funktioniert auch international.
In Afrika wollen und können die Leute für eine Packung Aspirin viel
weniger bezahlen als bei uns. Hätten wir weltweit die gleichen Preise,
würde in Afrika kein Aspirin verkauft und bei uns viel zu viel bei
zu tiefen Preisen. Durch die Preisdiskriminierung ist es möglich,
Verluste aus Afrika durch die höhere Zahlungsbereitschaft in Europa
auszugleichen und so den Gewinn zu maximieren. Dasselbe gilt für
die beliebten Flüge nach News York zum Studententarif. Müssten Studenten
die selben Preise wie die (besser verdienenden) Erwerbstätigen bezahlen,
würden sie weniger fliegen. Bei den Geschäftsleuten dagegen kann
man für ein paar Extras enorm höhere Preise verlangen. Und so geht
die Rechnung am Ende (meistens) wieder auf.
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