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Essen - frei nach Heim
Der Versuch an der Kür: Brot backen

Grundsätzlich gilt ja: Auch wenn sich's anders anhört, das was der Heim da macht, kann man nachmachen. Irgendwie kommts immer gut raus. Für einmal kann ich diese Garantie jedoch nicht abgeben, denn ich hab mich - bereits zwei Mal - darin versucht, Brot zu backen. Nun gut, essen konnte man es immer, aber so richtig ausgereift ist das Rezept, so es denn überhaupt eines gibt, noch nicht ganz. Ich hoffe da noch stark auf den intuitiven Lerneffekt...
Egal. Was machen wir? Brot. So etwas wie ein baguette.
Die Zutaten sind im groben (und das wäre dann wohl schon zu grob):
> ca. 170 gramm Weissmehl
> 2g Zucker
> 4g Salz
> Butter (ein Stück, also etwa 15g)
> 3g Hefe
> ca. 1 dl Wasser
Ich hab das von einem anderen Rezept übernommen, alledings die dort vorhandene Margarine durch Butter ersetzt und die Menge mal etwas hochgeschraubt. Soll ja auch was hergeben, das Zug.
Zunächst mal alles Trockene mit einander mischen. Dann nimmst du ein Glas handwarmes Wasser und löst darin die Hefe auf (die feuchte, nicht die pulverisierte). Den Anken mal schnell in der Mikrowelle auflösen und dann unter die Hefemischung ziehen. Und nun - du ahnst es - giessen wir das ganze ins Mehl und mantschen das so richtig unter einander.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass der Teig, wenn er sich gut anfühlt, eher etwas zu trocken ist und dann wenn er zu klebrig ist, eher richtig ist. Wenns aussieht wie Teig für Omlettes oder Waffeln, hast du's zu gut gement mit dem Wasser. Das gibt dann auch so was ähnliches wie Brot, aber eben nur so was ähnliches (du kannst es immer noch als Fladenbrot nach Art der alten Ägypter verkaufen).
Nach dem Teigkneten den Teig abdecken und eine Stunde stehen lassen. In einem gscheiten Buch hats geheissen: in einem 25 bis 30° warmen Raum. Also schon mal den Ofen einheizen und ein, zwei Mal die Hitze rauslassen. Dann wirds in der Küche wohlig warm.
Nach einer Stunde den Teig noch mal etwas durch die Hände wandern lassen und ein wenig damit Spielen. Eine Wurst formen und oben mit dem Messer ein paar Schnitte rein machen. Und wieder stehen lassen (es gibt Brotrezepte, die ziehen sich über einen halben Tag hin. Das ist kein solches).
Nach wiederum einer Stunde schiebst du das Brot dann in den Ofen. Wenn der Teigling inzwischen nicht grösser geworden ist, kannst du eigentlich gleich mit einem neuen Brot beginnen.
Der Profitipp (den ich noch nicht ausprobieren konnte): Den Ofen mit Wasser einsprühen, damit er richtig feucht wird. Das gibt offenbar ne schönere Kruste.
Backzeit wäre etwa 20 Minuten bei 230 Grad. Immer mal reinschauen, dann siehst du, ob das Brot gut wird.
Was leider auch in dem gescheiten Buch steht, das ich mir gekauft habe: Es stimmt offenbar doch, dass warmes Brot bauchweh gibt. Ist irgendwien schelcht verdaubar, wegen irgend so nem chemischen Prozess. Mir ists wurscht: Warmes Brot ist halt irgendwie doch gut... |