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Essen: Kürbissuppe

Vorspann: Kürbissuppe ist für mich unmittelbar verbunden mit Luzein, Skilager, irgendwann während des Gymnasiums. Unser Lehrer hatte schon wochenlang von seiner Kürbissuppe geschwärmt und als er sie dann im Skilager endlich gekocht hat, wurde sie - sagen wir mal - etwas pikant. Ich mochte sie, doch ausser mir glaub niemand. Der eine oder andere Klassekamerade hat seither wohl nie mehr Kürbissuppe bestellt, geschweige denn gekocht. Dabei ists so was von easy.

Was brauchts?

  • Einen dieser Schnitze Kürbis, die in der Migros im Herbst eingeschweisst verkauft werden (vorsicht, die sind weniger lange haltbar, als man denkt)
  • zwei Riebli, am besten direkt vom Markt
  • etwas Pfeffer aus der Mühle
  • Bouillonkonzentrat
  • Ingwer
  • Kernöl

Und so gehts...

  • Zunächst mal brauchen wir mein Lieblings-Kochinstrument, die Mikrowelle. Kürbis und Riebli in kleine Stücke schneiden und drei Minuten lang in die Mikrowelle stellen. Zum Vorgaren.
  • Schon mal etwas Wasser aufsetzen und ein wenig Bouillonmasse hinzugeben (wie nennt man dieses Zeug eigentlich, das man so aus dem Kübel rausklaubt?)
  • Das Gemüse hinzugeben und das ganze kochen lassen.
  • Nun am besten die BaZ nehmen und ein wenig drin lesen.
  • Ingwer fein schneiden. Hierzu zu Tipps: Erstens kann man Ingwer gut im Gefrierfach aufbewaren (am besten in einem Plastiksäcklein verpackt). Zweitens eignet sich zum Ingwerschneiden gut die Wurstschneidmaschine von der Oma. Wer per Zufall grad keine hat, kann sich auch mit einem japanischen Gemüsemesser wundschneiden...
  • Wenn der Kürbis so aussieht, als würde er auseinander fallen, mit dem Stabmixer das ganze pürieren.
  • Für alle figurbewussten Frauen: Ja, es kommt kein Rahm rein. Man könnte allerdings schon....
  • Zum Würzen: Sicher mal ne gute Prise Salz reingeben. Bei der Schärfe eher vorsichtig sein. Pfeffer eignet sich ganz gut, vielleicht auch Chili. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass auch der Ingwer schon Schärfe gibt. Also nicht übertreiben, sonst endets wie im Skilager...
  • Nun noch ein paar Tropfen Kernöl rein, das gibt einen schönen Finish (ich verwende das Wort hier zu Ehren des Too-Big-To-Fail-Berichts, der morgen erscheint und auf dessen Swiss Finish alle gespannt warten). Das Kernöl schmeckt übrigens besonders gut, wenn es eine Geschichte hat. Meines wurde per Eisenbahn aus Österreich handimportiert, und das war nota bene nur möglich weil auf Island ein Vulkan gespuckt hat (hätte dieser nicht Asche über ganz Europa verteilt, wäre ich mit dem Flugzeug gereist. Ins Handgepäck hätte ich das Öl nicht nehmen können, denn - gemäss Flugsicherheitslogik - hätte man daraus ja eine Bombe bauen können. Und in den Koffer würde ich Kernöl NIE packen. Denn da könnte es eine schlimmere Misere anrichten als jede Bombe...).
  • Wer einen auf ethno machen will, garniert das ganze mit Koriander. Muss aber überhaupt nicht sein.