Sitemap Links kontakt


BaZ-News:
foto@michaelheim

Navigation


Wüste: Ein paar Bilder aus Tunesien

Peru: Bilder von Machu Pichu

Marokko: Ein Paar Eindrücke aus Marrakesch

WEF 2006 : Eine kleine Demonstration

Ecuador: Bilder aus den Anden

Kambodscha: Bilder aus und Tipps für die Tempelstadt Angkor Wat.

Vietnam: Andere Zeit, andere Welt. Bilder aus Hanoi und der Ha Long Bay.

Fotografieren
Meine Kameras
Foto Technik
Bildgestaltung
Foto Entwicklung

Bilder aus aller Welt
Fasnacht: Eine kleine Trauergeschichte
Basel: Anti-WEF-Demonstration
Ecuador: Cajas National Park, Quito, Galapgos
Menschen.

Hong Kong
Angkor Wat (Kambodscha)
Vietnam: Hanoi, Halong
Lissabon
Kenia
Bundesfeuerwerk
TVKB Grümpeli 03
RISC Rotterdamm
Rumänien
Mexiko (offline)
Herbstmesse Basel
Tunesien
Schottland
Wales
Kreta
New Orleans
New York
Basel
Gurnigel

Private Fotoseiten (passwortgeschützt)

 

Basel

Anders als die sonst vorgestellten Destinationen ist Basel nicht ein Ferienort, der mir besonders gut in Erinnerung geblieben ist, sondern mein Wohn- und Heimatort. Ich möchte ihn Ihnen deshalb auch vorstellen.

Die Mittlere Rheinbrücke am Morgen

Historisches

Die Geschichte Basels geht bis zu den Römern zurück, als in der Nähe der heutigen Stadt die römische Stadt Augusta Raurica stand, die es heute noch unter dem Namen Augst gibt. Auch schon sehr früh hat es auf dem Münsterhügel, der heute mitten in Basel liegt erste Befestigungen gegeben.

Da es in Basel eine der ersten und wichtigsten Brücken über den Rhein gab, wurde die Stadt auch zu einer wichtigen Handelsstadt. Noch heute befindet sich in Basel das obere Ende der Rheinschifffahrt. Der Rheinhafen wurde so zum "Goldenen Tor zur Welt" für die Schweiz. Seine Bedeutung nimmt zwar ab, aber noch immer gehören die Lastschiffe auf dem Rhein zum Stadtbild von Basel.

Der Münsterplatz im Herzen der Altstadt

 

Wirtschaftliche Grundlage

Eine lange humanistische und intellektuelle Tradition und die frühe Einführung des Buchdrucks liessen 1460 in Basel die erste Universität der Schweiz entstehen. Jackob Bernoulli, ein Mathematiker, über den alle Gymnasiasten, Statistiker und Wirtschaftler fluchen (oder lieben sie ihn?) stammt aus einem alten Basler Geschlecht, das es auch heute noch gibt. Heute liegt der Schwerpunkt der Forschung vor allem im biologischen und pharmazeutischen Bereich, was mit der Bedeutung der gleichen Industrie in Basel zusammenhängt (folgende Grosskonzerne haben in Basel den Hauptsitz: Roche, Novartis; Syngenta, Lonza,..).

Lange war Basel auch ein wichtiger Bankenplatz der Schweiz (Der Bankverein/SBC wurde in Basel gegründet). In den letzten Jahren - vor allem seit der Fusion von Bankverein und Bankgesellschaft zur neuen UBS - hat diese Bedeutung allerdings abgenommen. Bedeutend sind heute vor allem noch Zürich (UBS, CS) und Lugano/Genf (Privatbanken).

Ein Gemüsestand auf dem Marktplatz. Im Hintergrund das Rathaus.

Stadtgeografie

Durch Basel fliesst der Rhein, und dieser beeinflusst auch die Entstehung der Stadt, nicht nur über den Handel, der mit ihm verbunden war. Bis vor etwa 600 Jahren waren die beiden Hälften der Stadt zwei eigene Städte, wobei das Kleinbasel lange zum Österreichischen Kaiserreich gehörte, während das Grossbasel dem Bistum Basel unterstand. Das Kleinbasel war lange ein Fischerdorf, das vom Ruhm Grossbasels nicht gross profitierte, bis die Stadt vereinigt wurde. Aber noch heute ist es so, dass im Kleinbasel mehr Ausländer und Arbeiter wohnen und im Grossbasel eher die Mittel- und Oberschicht. Dies zeigt sich auch heute noch nach Sonnenuntergang. Im Grossbasel befinden sich eher die In-Bars und Diskotheken, während im Kleinbasel die urchigen Beizen und das Rotlichmilieu anzutreffen sind. Eine dieser Beizen ist speziell zu empfehlen, und hat mittlerweile einen guten Ruf, der über Basel hinaus geht. In der Kleinbasler "Fischerstube" an der Rheingasse wird in der Hausbrauerei gebrautes Bier ausgeschenkt, und in Sachen Bier freut sich der Basler über jeder Alternative zum Bier-Grosskonzern Feldschlösschen. Dieser hat in den 80erjahren die Basler Brauerei Warteck übernommen und mehr oder weniger liquidiert. Heute besteht sie praktisch nur noch aus der Marke.

Kulisse am Rhein. Im Hintergrund das Basler Münster

Reise nach Basel

Wenn Sie Basel besuchen wollen, tun sie das zwischen Frühling und Herbst, denn im Winter ist Basel meistens nur nass und dreckig, da hier das Klima milder ist als in der restlichen Schweiz. Es gibt allerdings zwei Zeitpunkte, zu denen sich ein Besuch auch im Winter lohnen könnte. Im Januar findet der "Vogel Gryff" statt. an diesem Kleinbasler Fest treten drei Sagenfiguren als Vertreter der drei Kleinbasler Ehrengesellschaften (Zünfte) auf und tanzen zu Trommelmärschen. Der "Vogel Gryff" ist demonstrativ Kleinbaslerisch, so dreht die Figur "Wilder Mann" dem Grossbasel den ganzen Tag lang konsequent den Rücken zu. Das kommt daher, dass die Zünfte früher die Aufgabe der lokalen Verteidigung hatten und das Grossbasel daher lange zu den potentiellen Feinden gehörte. Heut ist es mehr eine neckische Tradition, denn noch immer sind Gross- und Kleinbasler nicht ein Volk. Das zweite Fest, etwa im März, ist die Basler Fasnacht, die für Basel das Grösste und für Auswärtige oft eine nicht durchschaubare Tradition darstellt. Die Basler Fasnacht ist sehr urtümlich und hat nichts mit deutschem Karneval oder Fasnacht, wie sie in viele Teile der Schweiz gefeiert wird, zu tun. Eigentlich kann man sie nicht gut beschreiben. Die Fasnacht besteht mehr aus einer Stimmung, die entsteht, wenn kleine Gruppen von Trommlern und Pfeiffern durch die nächtliche Stadt ziehen und Märsche spielen, kombiniert mit grossen bunten plakatesken Laternen und Kostümen, wobei meistens nur die aktiven Fasnächtler verkleidet sind. Ein Tip an Auswärtige: Gehen sie nicht verkleidet oder gar geschminkt (Tabu!) an die Fasnacht. Fettnäpfe warten überall.

Das Restaurant zur Harmonie an der Lyss. Im Hintergrund das Wirtschaftswissenschaftliche Zentrum der Universität.

Wie gesagt finde ich Basel im späten Frühling am schönsten, wenn das Wetter warm genug ist, um am Ufer des Rheins die Sonne zu geniessen oder bei einem kühlen Bier (oder Eistee) in einem Strassencafé zu sitzen.

Sehenswürdigkeiten in Basel: Diese aufzuzählen ist für einen einheimischen eigentlich recht schwer. Einerseits gibt es vieles zu sehen, andererseits wollen sie nicht jeden Brunnen einzeln aufgezählt haben.
Eines steht aber fest: In Basel gibt es mehr als genug Museen. Das Kunstmuseum hat schon seit Jahrzehnten eine guten Ruf, während die Fondation Beyeler in der kurzen Zeit seit ihrer Eröffnung, schon Hunderttausende angezogen hat (u.a. mit der Christo-Aktion "Wrapped Trees"). Ein Museum, das auch den Jüngeren gefällt, ist die Papiermühle. Dieses Museum ist in einer alten Mühle eingerichtet und zeigt, wie früher mit Wasserkraft Papier hergestellt  und danach bedruckt wurde. Ein anderes relativ neues Museum ist das Tinguely-Museum, das die Installationen des vor ein paar Jahren verstorbenen Schweizers ausstellt.

Immer wieder gerne besucht wird das Dreiländereck am Rheinhafen, wo die Länder Deutschland, Frankreich und die Schweiz auf einander treffen.
Im Sommer ist ein Auflug mit dem Schiff von Basel rheinaufwärts nach Augst empfehlenswert. Wie gesagt befand sich dort einmal eine wchtige römische Stadt, von der immer noch Überreste vorhanden sind. Im Freien können sie die Ruinen besichtigen (und noch bezahlen sie dafür nicht einmal Eintritt), während im Römermuseum viele Dinge aus dem antiken Alltag erklärt werden.
Basel zählt auch zu den wichtigsten Messestädten Europas. Die Schmuck- und Uhrenmesse "Basel" lockt jedes Jahr Händler aus der ganzen Welt an, während an der Muba (Mustermesse Basel) vor allem Einheimische und Leute aus den Nachbarländern an die Verkaufsstände pilgern. Eine andere Messe, die nichts mit der "Messe Basel" zu tun hat und die es schon weit länger gibt ist die Herbstmesse. Eigentlich würde sich dieses Fest nicht von anderen Rummelplätzen unterscheiden, wenn die "Mäss" nicht über die ganze Stadt verteilt wäre. Auf dem Barfüsserplatz, in den Hallen der Messe und auf dem Kasernenareal stehen Bahnen, während auf dem Münsterplatz auch, und auf dem Petersplatz nur Stände stehen, sie wirklich alles verkaufen. Von Fusscreme über Gemüseraffeln bis zu angeblich heilenden Kristallen finden Sie dort alles.
Weitere Sehenswürdigkeiten endecken Sie, wenn sie durch die Gässchen und über die Hügel Basels steigen.

Das müssen Sie wissen:
  • Basler hassen Zürcher (mit einem Augenzwinkern, nadyyrlig)
  • Das Adjektiv zu Basel ist nicht "Baseler" sondern "Basler".
  • Die Fasnacht heisst nicht "Fasching" oder Karneval.
  • Tramchauffeure (Strassenbahn-Führer) reden aus Prinzip kein Hochdeutsch (auch wenn inzwischen die automatisierten Ansagen auf Schriftdeutsch übersetzt wurden)
  • Basel ist nicht die Schweiz (es gibt keine Kühe, keine Berge, keine Sennen, Basel hat dem EWR zugestimmt, Alphörner suchen sie lange)
  • Basler sind etwas zurückhaltend und kontaktscheu. Wenn sie darum gebeten werden, helfen sie Ihnen aber gerne weiter.
  • Touristen sind willkommen (ausser vielleicht am Morgestreich, der Start-Veranstaltung der Fasnacht, wo es inzwischen mehr Deutsche und Zürcher als Basler gibt).

Bücher für Schweiz-Touristen:

  • Für die Sprache: Vergessen Sie Schweizerdeutsch. Wenn Sie kein Schweizer sind, machen Sie sich nur lächerlich. Allerdings hat auch das schweizerische Hochdeutsch einige Eigenarten. Dazu: "Wie sagt man in der Schweiz?", Duden Verlag, ISBN:3-411-04131-5
  • Für das Verhalten: Dieses Buch ist auch für Schweizer ganz unterhaltsam: "Xenopobes Guide to the Swiss", Oval Books, ISBN: 1-902825-45--4