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Bildentwicklung

(Kleine Anmerkung: Der folgende Text stammt noch aus Zeiten, in denen die Mehrheit der Fotografen auf Film fotografiert hat. Inzwischen hat sich vieles geändert. Einiges aber hat noch immer gültigkeit. MH 30.11.2007)

Irgendwann ist der Film voll und die Arbeit scheint vollendet. Aber vorsicht: Was so aussieht wie eine Nebensache hat einen grossen Einfluss auf die Bilder, die Sie am Ende in den Händen halten.

Wo?
Die Auswahl des Fotolabors kann einen grossen Einfluss auf die Abzüge haben. Nicht alle Labors verwenden die gleichen Technologien. In Kleineren Fotolabors wird mehr von Hand (bzw. von Auge) kontrolliert, während die grossen Labors über spezielle Techniken verfügen. Oft werden die Bilder nämlich nachkorrigiert, wenn sie über- oder unterbelichtet sind. Allerdings kann das auch dazu führen, dass die Korrektur in die falsche Richtung geht. Gerade wenn Sie mit speziellen Effekten arbeiten, kann die Korrektur das Bild zerstören.
VotovergleichAls Beispiel, was für einen Unterschied die Wahl des Fotolabors machen kann, der Vergleich nebenan. Das untere Bild stammt aus dem Fotodienst der EPA (Wahrenhauskette) und das obere vom Fotohändler Foto Basilisk in Basel. (die beiden Bilder wurden übrigens im selben Scanvorgang eingescannt, so dass dadurch kein Unterschied entstehen konnte).

Es wäre nun zu einfach zu sagen: dann entwickle halt nur bei Fotofachhändlern. Denn erstens kostet das Bild dort mindestens das Doppelte und zweitens ist natürlich auch das keine Garantie.
Meine persönliche Regel lautet: Für besonders wichtige Fotos (Marsexpedition, Hochzeit, das erste Bild vom Yeti) gehe man zum Fachhändler.

Für Alltagsbilder sind Grosslabors aber allemal eine gute Alternative. Persönlich bevorzuge ich den Postservice vom Fuji-Labor. Sollte das eine oder andere Foto unbefriedigend herauskommen, kann ich ja immer noch einen Abzug im Fotogeschäft machen lassen (Tipp für Basel: Fotopresto, am Rheinsprung).

Wie?
Welches Format? Früher waren die Fotos etwa 4 auf 5 cm gross. Dann setzte sich jahrelang 9 mal 13 als Standardformat durch und langsam gehen die Labors dazu über, 10 mal 15 zum Standard zu machen. Ist bigger einfach better?

Natürlich kommt ein Bild besser zur Geltung, wenns grösser ist. Auch wenn der Abzug später als (Kopier-) Vorlage dienen soll, liegt in der Grösse ein Vorteil. Allerdings werden die Bilder weniger handlich. Auch hier zählt wieder: Es kommt drauf an.

  • Fürs Fotoalbum: 10x15.
  • Fürs Portemonnaie: 9x13.
  • Fürs Fotoarchiv zusammen mit Negativen: 9x13 (braucht weniger Platz).
  • Fürs Archiv ohne Negative (mind. 10x15, je grösser desto mehr Bildinformation).
    Grundsätzlich: Je wichtiger ihnen die Bilder sind und je mehr sie dazu dienen, auch anderen gezeigt zu werden, desto grösser sollten sie sein. Glauben Sie mir:
    Grössere Bilder sehen einfach besser aus!
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